Frühdiagnose Schlafkrankheit: TU-Biowissenschaftler entwickeln Biosensor

Von Prof. H. Ulrich Göringer

Infektion vor ersten Symptomen nachweisbar

Darmstädter Biologen haben einen Biosensor entwickelt, mit dem die Schlafkrankheit vor ihrem Ausbruch nachweisbar ist – mit einfachen und kostengünstigen Mitteln. Die afrikanische Schlafkrankheit ist eine südlich der Sahara weit verbreitete Infektionskrankheit. Etwa 60 Millionen Menschen im Tropengürtel Afrikas laufen täglich Gefahr, sich zu infizieren.

Molekül: Nachweisessonde Schlafkrankheit Früherkennung. (co) AG Molekulare Genetik/ TU Darmtadt

Struktur eines Aptamers zur Detektion von Erregern der afrikanischen Schlafkrankeit. Bild: AG Molekulare Genetik/TU Darmstadt

Die den ganzen Tag über aktive Tsetsefliege überträgt einen einzelligen Parasiten der Gattung Trypanosoma. Mit diesem Parasiten Infizierte sterben ohne Behandlung, aber auch eine Therapie im fortgeschrittenen Stadium, also einige Wochen bis Monate nach der Infektion, ist schwierig. Dann sind die Parasiten nämlich bereits in das Zentralnervensystem vorgedrungen, wo sie irreversible Schädigungen hervorrufen.

Ab diesem Zeitpunkt stehen nur noch hochtoxische Medikamente wie Arsenverbindungen zur Verfügung; wegen der schweren Nebenwirkungen muss die Behandlung im Krankenhaus vorgenommen werden und nicht selten kostet sie den Patienten sogar das Leben. Infiziert werden zudem auch Rinder. Die ausgemergelten Haustiere, die immer wieder in Fernsehberichten auftauchen, leiden nicht selten an der Schlafkrankheit. So zerstört die tückische Infektionskrankheit zusätzlich noch die Lebensgrundlage der Menschen in den gefährdeten Regionen.

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